19 Dez 2018;
Weihnachtsgottesdienst
 

Bayern - des samma mia!

Morgendliche, bange Blicke zum Himmel! Kommt die Sonne heraus oder wird es regnen? Dann, gegen Mittag fällt die Entscheidung! Wir bauen unser Sommerfest in den Räumen des Internats und der Sondertagesstätte auf! Weise Entscheidung, wie sich am Spätnachmittag herausstellen wird!

Enttäuschte Gesichter bei den Mitarbeiterinnen, die langsam ihre Stände aufbauen. Das wird eine Premiere, bis jetzt hat uns der bayrische Wettergott immer verwöhnt!

Schließlich sind alle Stände und die Spielestraße aufgebaut. Der Eingangsbereich ist voll mit lärmenden Festgästen, als Herr Direktor Geisperger pünktlich um 13:30 Uhr das Sommerfest 2018 eröffnet. Gegen die nicht abebbende Lautstärke muss er tüchtig mit Mikrophon und Körpereinsatz ankämpfen, aber schließlich gelingt es ihm die Trommelgruppe, bestehend aus SVE, und Kindergartenkindern unter Leitung von Herrn Nike anzukündigen. Es wird still, Herr Nike hebt die Hände und ein lauter Trommelwirbel dröhnt durch die Halle. Eindrucksvoll und sicher führt er die begeisterten, kleinen Künstler durch das Stück. Laut anschwellender Trommelwirbel, leiser werdende, rhythmische Töne im steten Wechsel. Am Ende danken es ihm und den kleinen Trommelkünstlern die Zuschauer mit reichlich Applaus. Auch die Trommelgruppe der Grundschüler mit Frau Deutsch und Frau Leibl zeigt ihr Können, begleitet von Herrn Nike am E-Piano. Den Abschluss der musikalischen Darbietungen machen Franziska, Nicole und Ricarda aus der Tagesstätten-Gruppe 13 mit ihrer musikbegeisterten Erzieherin, Frau Wenzel. Mit viel Eifer und ohne Scheu sorgen auch sie mit ihren bunten Liedern für gute Stimmung am Beginn des Sommerfestes.

Es wird ruhiger, die Gäste strömen zu den Versorgungsständen, stärken sich bei Grillwürsten, Käse, Fisch und Eis, Getränken, schlendern weiter zum gut bestückten Kuchenbüffet, um sich dort mit einem großen Stück Torte und einem „Haferl“ Kaffee zu erholen. Am Losstand des Elternbeirates, der wieder für viele schöne Preise gesorgt hat, drängen sich die Gäste mit ihren Losnummern, um möglichst als Erster, einen schönen Preis zu ergattern. Und manch einer fragt sich, ob er wohl die Losnummer mit der gespendeten Agnes Bernauer Torte in Händen hält! Nein, schade, diesmal war es nur ein Glas Marmelade. Gleich nochmal ein paar Lose gekauft, denn vielleicht klappt es ja jetzt?

Im ersten Stock tummeln sich schon die jüngeren Festbesucher mit ihrem Spielepass beim „Bayernticket“. An den einzelnen Stationen können sie beim Armdrücken, Maßkrugstemmen, Sackhüpfen, Apfelschnappen, an der Murmelbahn und beim Quiz rund um unsere Bayerische Heimat ihre Geschicklichkeit und ihr Wissen prüfen. Sichtlich Spaß machte es auch einigen Erwachsenen, den vollen Maßkrug, leider nur mit Wasser gefüllt, minutenlang in der Geraden zu halten. Das Ende der Spielstraße fordert dann beim „Alpendurchbruch“, nochmal alle Kräfte der jungen Besucher, gilt es doch mit einem Maßkrug über einen schwierigen Parcours zur Zugspitze zu gelangen und sich dort viele Brezeln für den Rückweg zu ergattern. Alle haben dabei einen Riesenspaß und einige Kinder spielen immer wieder an den einzelnen Stationen, bis sie müde werden.

Gegen 15:30 Uhr prasselt draußen ein wahrer Wolkenbruch nieder. Unsere Entscheidung, im Haus aufzubauen, war also richtig gewesen! Die Gäste, die sich an den Biertischen im Außenbereich aufhielten, drängten nach Innen. Die beiden Stände des BBW München und Nürnberg, die bis dahin tapfer im Freien ausgeharrt hatten, brechen nun doch ihre Zelte ab und verlassen nass aber ganz zufrieden den ungastlichen Außenbereich unseres Festes.

Eine Stunde später hat Petrus dann doch noch ein Einsehen mit uns und stoppt für kurze Zeit die Himmelsschleusen, damit wir die nassen Biergarnituren abbauen können. Alle helfen zusammen, und ganz schnell sind die Spuren des Sommerfestes wieder weggeräumt.

Wir sind uns jedoch einig, die Premiere im Haus ist gelungen, die Stimmung war sehr gut, aber ja, im nächsten Jahr, da wünschen wir uns wieder viel Sonne für das typische Sommerfest-feeling! Hast Du es gehört, Petrus?

Annette Petrul

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